banner.gif (15487 Byte)

Botengänger 39/2011
Neuigkeiten von der Fränkischen Volkstanzgruppe Kitzingen

November 2011

Zurück Nach oben

    Sommerfest des Vereins am 23.07.2011

    Auch in diesem Jahr hatten wir geplant, unser Sommerfest auf dem Galgenberg bei Marktbreit abzuhalten. Aber leider hat uns der diesjährige „nasse" und unbeständige Sommer gezwungen, in die Hallen der Firma LZR auszuweichen. Die Atmosphäre hat zwar in den Blechhallen etwas gelitten, dies tat aber unserer Feierlaune keinen Abbruch. Über den ganzen Tag verteilt kamen immer wieder neue Gäste und gesellten sich zu der munteren Schar, während andere sich verabschiedeten. So war ein reges Kommen und Gehen zu verzeichnen. Als herausragend war zu bezeichnen, dass wir an diesem Tag ein Gitarrentalent in unseren Vereinsreihen gefunden haben.

    Thomas Abendroth

     

    Abschlussbericht über Gartenschau

      1. Nun ist sie „endlich" vorbei, unsere schöne Gartenschau in Kitzingen. Als erstes ein großes Dankeschön an alle aktiven Tänzer und Tänzerinnen. Ihr ward der echte Wahnsinn, so kann man es sagen, denke ich.

Bei jedem Auftritt habt ihr den Verein, „ja unseren Verein", den Vortritt gegeben.

Ich bin einfach begeistert, wie das alles geklappt hat. Ich wusste es, dass ihr hinter unseren Verein steht. Mit 12 Auftritten in 87 Tagen ist fast jedes Wochenende was gewesen. Und so möchte ich es eigentlich immer sehen, wenn wir eine Veranstaltung haben. Ich merke doch, dass es klappen kann.

Jetzt kommen noch ein paar Stimmen zur Geltung.

Die Frage lautete, wie ist die Gartenschau und unsere Auftritte.

Sandy sagte: Hab nicht viel von den Blumen gesehen, aber die Auftritte sind – Klasse – Gut –

Herrlich – supertoll und nur lobende Worte der Begeisterung.

Manfred sagte: Die Blumen sind wunderschön, Klasse angelegt, alles Ton in Ton und der Geruch wundervoll. Die Auftritte, na wie’ne Tanzprobe eben.

So gab es viele Stimmen über die Gartenschau und das Tanzen. Ich denke, dass auch Frau Nutz, unsere Termin-Ansprechpartnerin, sehr von uns begeistert war. Sie hatte auch nur lobende Worte, egal zu welcher Abteilung.

Ich persönlich fand alles hervorragend, auch wenn uns am letzten Auftritt der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und wir das Tanzen abbrechen mussten. Auf jeden Fall hat sich Kitzingen sehr angestrengt, sonst wären ja nicht über 315 000 Leute hier gewesen. Von den vielen Fremden haben wir auch Lob erhalten, auch Kritik. Das muss sein, denke ich, nur dadurch werden wir besser, „oder etwa nicht"? Mal sehen, was die Zukunft bringt, noch mehr Auftritte besonders im Bereich Country. In einem normalen Jahr sind es nicht viele Veranstaltungen, wo ihr euer Können zeigen könnt. Ein Umzug in Etwashausen und an der letzten Weihnachtsfeier, wo zu Wenige kamen (schade), das muss mehr werden.

Also nehmt Euch die Zeit wenn ein Termin feststeht und kommt alle.

 

Euer Udo

 

 

Musicalbesuch in Stuttgart am 28.08.2011

In aller Frühe fanden wir uns am Würzburger Hauptbahnhof ein, um gemeinsam nach Stuttgart zum Musical „Ich war noch niemals in New York" zu fahren. Zufällig trafen wir in Würzburg die von Italien heimkehrenden Deifels für einen kurzen Gruß, bevor unsere Zugfahrt durch unbekannte Gegenden in Richtung Stuttgart begann. Nach einigem Hin und Her, auch bereits in der Umgebung des Hauptbahnhofs in Stuttgart, fanden wir unsere Mittagseinkehr dann doch letztlich im SI-Musicalzentrum, wo wir bis auf einen nicht durchgegarten Hamburger mit Folgen alle mit unseren bestellten Essen zufrieden waren. Aber eigentlich wollten wir ja das Musical besuchen. Wir durften uns an spektakulären Kulissen und farbenprächtigen Kostümen erfreuen. Auf einen Kreuzfahrtschiff entführt, haben wir einen sehr emotionalen Inhalt des Stücks, natürlich in Sachen Liebe, erleben dürfen. Das Musical handelte im Groben vom Mut, seinem Leben noch einmal eine neue Wende zu geben, nach dem Motto: „Heute ist Dein erster Tag vom Rest Deines Lebens!". Garniert wurde das Ganze dann noch mit den schönen Songs von Udo Jürgens.

Nach der Aufführung fuhren wir mit der U-Bahn wieder zurück zum Bahnhof, wo wir etwas von den Resten der Demonstrationen gegen den Ausbau des Stuttgarter Hauptbahnhofes zu sehen bekamen. Schnell noch ein Steak verdrückt, bevor es auf die Zugheimfahrt nach Würzburg ging. Dieser gemeinsame Ausflugstag hat uns so gut gefallen, dass wir uns vorgenommen haben, in nächster Zeit noch einmal ein Musical gemeinsam zu besuchen. Wir werden sehen.

 

Thomas Abendroth

 

 

 

Tagesfahrt nach Amberg am 17.09.2011

Natürlich ging’s wieder mit dem Zug zu unserer Tagesfahrt nach Amberg gemäß unserem Motto „Wir wollen ein wenig mehr von unserer bayerischen Heimat kennen lernen". Es erübrigt sich zu erwähnen, dass für das leibliche Wohl während der Bahnfahrt wieder bestens gesorgt war. Treffpunkt in Amberg war der Hochzeitsbrunnen am Marktplatz, wo uns ein Stadtführer begrüßte und uns seine Heimatstadt informativ und kurzweilig näher brachte. Nach knapp 2 Stunden entließ uns unser Gästeführer hungrig in eine Brauereigaststätte, wo wir uns wieder etwas erholen konnten. Gleich nach dem köstlichen Mittagsmahl mussten wir uns beeilen, um die nächste Plättenfahrt auf der Vils noch zu bekommen. Die gemütliche Bootsfahrt war nach dem fetten Essen genau das Richtige, um etwas Augenpflege zu betreiben. Am Endpunkt der Fahrt mussten wir das Schiff verlassen und zu Fuß wieder in die Stadt zurückfinden. Das ging wider Erwarten sogar gut. In der Gruppe erkundeten wir auch noch alleine etwas die Gassen, der recht gut begrenzten und übersichtlichen sowie von einer Stadtmauer umgebenen Innenstadt. Ein Nachmittagskaffee bzw. Eis rundete den Tag in Amberg ab, bevor es wieder über Nürnberg mit dem Zug nach Kitzingen ging.

 

Thomas Abendroth

 

 

Tanzwochenende auf Burg Rothenfels vom 23. -25.09.2011

Diesmal war ich besonders auf dieses Wochenende gespannt, denn es waren außer Reinhard und mir lauter " Frischlinge" dabei.

Nachdem wir einen "ruhigen" Freitagabend erlebten, erreichte uns am Samstag früh noch vor dem Frühstück unser " Traum". Am Samstag hatten wir nach vollem Programm einen Traum nach dem anderen und sehr viel gelacht.

Sonntag früh war schon wieder Sachen packen angesagt. Schade dass die paar Stunden sooooooooooo schnell vorbei waren.

Ich freue mich jedenfalls schon auf`s nächste Jahr mit hoffentlich noch mehr " Tanzwütigen, die viel Spaß haben möchten" :-)

Danke für dieses einmalige Wochenende. Knuddelbussi.

Sandy Steinmann

 

 

Tanzwochenende Burg Rothenfels – ein T r a u m ! 23.09. – 25.09.2011

Fast planmäßig sind wir um kurz nach 16.00 Uhr in Kitzingen gestartet. Nach einer kleinen ungeplanten Citytour durch Würzburg sind wir eine Stunde später in der Jugendherberge Burg Rothenfels gelandet.

Nachdem die Zimmer aufgeteilt und bezogen waren, ging’s gleich zum Abendessen. Dort traf dann auch unser Auswärtsschläfer ein.

Frisch gestärkt ging es dann zur ersten Trainingseinheit – verschiedene Paartänze haben ihren letzten Schliff bekommen. Den ersten Abend haben wir bei ein paar Schluck Wein ausklingen lassen. So nach und nach verzogen sich dann alle in ihre harten Betten.

Der Samstag startete dann mit viel Kaffee und einem ausreichendem Frühstück. Sogar für unsere Reste am Tisch haben wir immer einen dankbaren Abnehmer gefunden. Nun ist auch unser letztes fehlendes Mitglied zu uns gestoßen.

Und schon ging’s mit dem Training weiter. Sandy musste nun viel Geduld mit uns beweisen und wir überstanden die Zeit gut bis zum Mittagessen. Danach hatten wir alle 2 Stunden Zeit zur freien Verfügung – die einen genossen das schöne Wetter beim Spazieren gehen oder Geochaching, andere holten noch ein paar Minuten Schlaf nach und ein paar Fleißige bekamen noch Einzelstunden im Linedance.

Um 15 Uhr sind dann alle wieder zum Kaffeetrinken eingetroffen. Ruck zuck war die Zeit vorbei und der Rauch kam bei dem einen oder anderen schon zu den Ohren raus. So kam dann die Abendessenspause ganz gelegen.

Danach waren wir noch ein wenig fleißig, bis wirklich bei keinem mehr was in den Kopf ging. So entschlossen wir uns, den gemütlichen Teil des Abends anzugehen.

Ein paar Flaschen Wein mussten ihr Leben lassen, was unserer Stimmung nur gut tat. Ein kulturelles Highlight kam nach dem Anderen – vom Baby-Boogie über die Griechische Mythologie bis zu Demis Roussos und den Holzwürmern war alles geboten. Als Top-Act bekamen wir sogar noch eine HSE-Sondervorführung mit Gratis-Fühlprobe – ein wahrer Traum! Nachdem uns nach diesem außerordentlich lustigen Abend allen der Bauch weh tat und der Kopf voller Wein war, krabbelten wir nun wieder in unsere Kojen und versuchten, ein wenig Schlaf zu bekommen.

Pünktlich um 8.30 Uhr waren auch alle wieder, mehr oder weniger munter, am Frühstückstisch. Eine dreiviertel Stunde durften wir Kaffee schlürfen, danach ging es weiter. Nachdem wir anscheinend auch alle soweit brav waren, hatte Sandy uns einen neuen Tanz versprochen.

Allerdings hatten wir tags zuvor Probleme mit der Lautsprecherbox bzw. mit einem Kabel. Dies konnte aber mit neuer EDV-Unterstützung und einem Ghettoblaster von der Burgverwaltung einigermaßen behoben werden. Trotz allem war der versprochene Tanz auf dem Laptop nicht aufzufinden und Sandy musste kurz entschlossen auf einen anderen Linedance umdisponieren.

Etwas verwirrt im Kopf von den vielen Schritten haben wir unsere sieben Sachen in die Autos verstaut und noch ein letztes Mittagessen auf der Burg eingenommen.

Gut gelaunt haben wir uns noch zu einem Abschiedskaffee im Würzburger Brauhaus verabredet. Nachdem unser türkischer Kellner mit so vielen Leuten maßlos überfordert war, mussten wir ganze 45 Minuten auf unseren schnellen Kaffee warten. Aber wir waren ja alle entspannt und haben dies gelassen hingenommen.

Danach gab es eine große Verabschiederei und jeder hat seine Heimreise angetreten.

Ein großes Dankeschön an Sandy und Reinhard für die gute Organisation und die große Geduld, die wie immer von Nöten war!

Alles in allem ein super Wochenende – mit einem Wort: ein Traum!!!

 

Eva + Anja

 

Wanderfahrt nach Madeira vom 01.10. – 15.10.2011

01.10.2011: Am 01.10.959 entsteht das politische England

Halbverschlafen geht es ab 5.45 Uhr durch die Dunkelheit dem Sonnenaufgang entgegen. Gegen 9.30 Uhr erreichen wir bereits den Münchner Flughafen, wo es nach einer Tank- und Frühstückspause nach Mietwagenabgabe zum Checkin geht. Bevor die Flugreise beginnt, gönnen wir uns bei strahlendem Sonnenschein noch einen Trinkstop im Biergarten, wobei niemand Lust auf alkoholische Getränke verspürt. Beim Boarding werden unerlaubte Flüssigkeiten im Handgepäck gefunden. Das Handgepäck muss im Nachhinein noch eingecheckt werden. Eine tragische Odysee soll seinen Anfang nehmen.

In der Airberlin-Werbezeitschrift ist ein Bericht von Valdemossa, wenn das mal kein schlechtes Omen ist! Dennoch wird es ein ruhiger und langweiliger Flug, bis auf die bei starkem Gegenwind unruhige und holprige Landung. Das im Nachhinein abgegebene Handgepäck mit Hotelvoucher, sämtlichen Urlaubsgeld, Fotoapparat und Wanderstiefel ist nicht mitgekommen. Erst heute Nacht soll der abhanden gekommene Rücksack eingeflogen werden. Morgen werde wohl das Gepäckstück ins Hotel gebracht, so zumindest die Auskunft der Airline.

Beim Einchecken im Hotel gibt es keine Probleme, auch ohne Voucher. Aber ein Begrüßungsdrink ist auch nicht drin. Das Hotel Baia Azul liegt traumhaft über dem Atlantik. Das Meeresrauschen und der Ausblick entschädigt für mancherlei Unannehmlichkeiten, weil das Waschzeug befindet sich auch noch auf der Reise quer durch Europa.

Bei schwül-warmen 27 Grad Celsius gehen wir das Nötigste in einem nahe gelegenen Supermarkt einkaufen, der Einkauf kommt einer Plünderung gleich. Für uns wird im Hotel extra ein runder Tisch für 9 Personen gestellt, bevor wir das köstliche Abendessen einnehmen dürfen. Es sei schon jetzt gesagt, die Qualität des Abendessens hat während der gesamtem Reise das hohe Niveau gehalten. Nach dem Abendessen müssen wir in der Bar eine 2-Mann-Unterhaltung über uns ergehen lassen. Wir lassen uns im Freien nieder, wo wir die reichhaltige Cocktailkarte bei hellem Sternenlicht rauf und runter testen. Die geplante Weinprobe mit unserem eingekauften Wein ist da schnell vergessen. Müde ziehen wir uns gegen 23.00 Uhr in unsere Betten zurück. Aber es sollte sich herausstellen, dass die Nächte zu heiß oder zu laut sind, um gut zu schlafen. Aber man kann nicht alles haben.

 

02.10.2011: An den preußischen Schulen wird am 02.10.1911 die Schulstunde auf 45 Min. gekürzt

 

Um 7.30 Uhr ist es noch stockdunkel. Aber innerhalb kürzester Zeit erhellt sich von Osten her das rauschende Meer. Wir vereinbaren, dass täglich beim Frühstück ein Platz weiter gerückt wird, so dass jeder einmal während der Reise auf einen anderen Platz sitzt und so von der Sonne entweder geblendet oder am Rücken verbrannt wird. Bananen sorgen für heftige Geschmacksdiskussionen. Erst gegen 11.00 Uhr soll es zum Erkundungsstadtrundgang losgehen, schließlich ist Sonntag. Der Hotelbus nach Funchal ist wider Erwarten auf die Sekunde pünktlich. Nach einer kurzen Orientierung schlendern wir über einen Markt in der Fußgängerzone durch die Innenstadt und sind erstaunt über die große Menge an Gottesdienstbesuchern. Immer wieder entdecken wir für uns unbekannte blühende Gewächse. Selbst am Sonntag sind Shopping-Touren möglich, die Frauen betrachten durch die Schaufenster Optikerwaren, die Männer „Spielzeugwaren". Zurück im Hafen gönnen wir uns eine Erfrischung und erkunden die Ausflugsmöglichkeiten. Auf dem Heimweg zum Hotel will es uns einfach nicht gelingen, zu einem wohl verdienten Eisgenuss zu kommen. Am Hotel angekommen gönnen sich die einen Ruhe auf dem Zimmer, die anderen entspannen sich am Pool. Vom verschwundenen Rucksack gibt es nichts Neues.

Nach dem wieder köstlichen Abendessen gehen wir zum Strand, um unsere gekauften Weine zu verkosten. Dabei stellt sich heraus, dass niemand von uns die allesamt nach Barrique schmeckenden Weine mag. Zur Weinprobe brechen sich die tosenden Wellen an den Steinen, schäumende Gischt breitet sich über das Ufer aus. Immer wieder hört man im Takt das Grollen der zurückfließenden Wogen, bevor die Wellen von Neuem gegen die Steine branden. Durch ein Gewimmel von Katzen treten wir die Rückkehr nach oben ins Hotel an.

 

3.10.2011: Deutsche Wiedervereinigung am 03.10.1990

 

Wellen peitschen gegen den Strand, immer wieder erhellen Blitze den nächtlichen Himmel um 7.00 Uhr. Komisch nur, man hört keinen einzigen Donner und es regnet auch nicht. Wolken treiben vom Meer über die Insel hinweg. Begleitet wird dies Alles von dem Geräusch der heranbrandenden Wellen. Gegen 7.30 Uhr setzt langsam der Sonnenaufgang ein. Es dämmert und es wird langsam heller. Erst jetzt kann man das aufgewühlte Meer und die grauen Wolkenberge sehen, die sich über der Insel gesammelt haben. Dennoch hat der Wetterbericht wieder 27 Grad Celsius gemeldet. Während der ganzen Reise haben wir immer bei ca. 30 Grad Celsius im Schatten geschwitzt.

Nach dem Frühstück machen sich 7 auf den Weg in die City mit dem Hotelbus, 2 gehen sich sonnen und wollen baden und relaxen. Relativ zielsicher finden wir die Seilbahn, vor der wir wegen der großen Menschenmenge aber anstehen müssen. Bald aber geht es hoch über Funchal und einer tief eingeschnittenen Schlucht zum Tropischen Garten. Die Anlage des Gartens fasziniert uns und wir können uns nicht satt sehen an der Fülle der Bäume und blühenden Pflanzen. Zwei Aida-Kreuzfahrer schließen sich unserer Bier- und Kaffeepause an. Danach begeben wir uns zu unserer nächsten Gondelbahn, die uns zum Botanischen Garten bringt. Wieder zittert sich die Gondel einer tiefen Schlucht hinunter. Im Botanischen Garten ist alles voller üppig blühender Pflanzen, was uns noch mehr entzückt als die Pflanzen des Tropischen Gartens. Dann den Gondelweg wieder zurück: nach oben und dann nach unten. Das Thermometer zeigt 32 Grad Celsius im Schatten. Nach einem Brotzeit- und Obsteinkauf beobachten wir in der Fußgängerzone die auf hohen Hacken vorbei stolzierenden Frauen. Bepackt, müde und voller blumiger Phantasien bringt uns der Hotelbus wieder zurück. Die beiden Daheimgebliebenen haben eine auffällig rote Färbung angenommen. Ach ja, übrigens, der verschollene Rucksack ist zurückgekehrt. Das Wandern kann beginnen.

Nach dem Abendessen begebn wir uns in die Bar, um die nächtliche Tanzshow zu genießen. Aber es bleibt nicht aus, wir müssen den Abend durch aktives Mittanzen gestalten und retten. Gute Nacht.

 

04.10.2011: In den kath. Ländern wird am 04.10.1582 der Gregorianische Kalender eingeführt

 

Heute geht es bereits gemeinsam um 7.30 Uhr zum Frühstück, denn um 9.00 Uhr müssen wir startklar für unsere gebuchte und geführte Wanderung zu den 25 Quellen sein. Äußerst rasant bringt uns der Fahrer in eine beeindruckende Bergwelt mit tiefen Schluchten und grünen Wäldern. Unsere Wandertour beginnt auf engen Strassen, die sich durch Berge und Täler schlängeln. Dann führt uns der Weg durch einen Wald zum Risco-Wasserfall, Sackgasse. Wir müssen wieder ein Stück zurück. Unsere Führerin Susanna erklärt uns immer wieder Interessantes aus dem Kräuter- und Tierreich, wobei die Goldhähnchen eine überragende Stellung einnehmen. Dann geht es über unzählige Stufen zu den Levadas, die immer enger werden. Mittagspause wird bei den 25 Quellen eingelegt. Zurück zu unseren Fahrzeugen geht es durch einen 800 m langen Tunnel, wo sich unsere Taschenlampen zum ersten Mal bewähren müssen. Nach einer Trinkpause geht die Fahrt entlang am Meer in Richtung Funchal. Vom Meer sieht man allerdings nicht viel, weil sich Tunnel an Tunnel reiht. Am Hotel angekommen zerstreut sich die Gruppe, nur 2 finden sich am erfrischenden Pool ein.

Nach dem Abendessen wieder Mittanzen, dieses Mal mit einer portugiesischen Volkstanzgruppe. Und wieder nass geschwitzt. Weil wir keine 2. Runde vom Barpersonal erhalten, gehen wir zu Bett.

 

05.10.2011: Christoph Kolumbus nennt ein von ihm am 05.10.1502 entdecktes Land Costa Rica

Die Sonne glüht rot am Horizont und lässt das Meer erglänzen. Ruhig kräuseln sich die Wellen. Dafür ist der Speiseraum von den Sonnenstrahlen wieder völlig überhitzt. Gemäß dem heutigen portugiesischen Feiertag läuft unser Tagesprogramm träge an. Um die Mittagszeit bringt uns der Hotelbus in die City von Funchal. Schon wieder liegt ein Kreuzfahrtschiff vor Anker. Nach einigem Suchen finden wir die Buslinie nach Machico, der ältesten Ansiedlung und früheren Hauptstadt Madeiras. Die Busfahrt entpuppt sich als ein kleines Abenteuer. Der Busfahrer jagt die Kehren an der Küste entlang und fegt die PKWs regelrecht von der Straße. Sicher in Machico gelandet! Dort gönnen wir uns erst einmal eine Trinkpause, bevor es an den einzigen Sandstrand der Insel geht. Der Saharasand soll angeblich aus Marokko eingeflogen worden sein. Die ersten Berührungen mit dem kühlen Atlantik wirken doch etwas abschreckend trotz heißer Außentemperaturen. Nach einer kühlen Erfrischung und Trocknung am Strand erkunden wir Machico und suchen den Hafen, den wir am Sandstrand eigentlich ständig vor Augen hatten. Natürlichen finden wir den Hafen nicht auf diese Art und Weise. Dafür finden wir eine schöne Kirche, die von Frauen für ein Prozessionsfest mit Blumen geschmückt wird. Keine Atempause, es geht voran, vorbei an Biergärten und Eisdielen. Die eingesparte Zeit wird an der Bushaltestelle abgesessen. Der Busfahrer für die Rückfahrt ist derselbe Nikki Lauda wie bei der Herfahrt, aber bergabwärts fährt er noch flotter. Die Panoramablicke auf Funchal sind großartig. Kaum ist unser Bus in Funchal gelandet, sprinten wir zum nächsten Bus, der uns gemächlich zum Hotel bringt.

Nach Erfrischung und Abendessen suchen wir in Richtung Westen einen Platz für unsere abendliche Weinprobe. Es ist so schwül-heiß, dass wir sofort wieder ins Schwitzen kommen. Wir finden den Schleichpfad zum nächsten Fischerdorf, der über unzählige Treppen und einem Tunnel zu erreichen ist. Die Angler wollen wir nicht stören, also steigen wir wieder auf zur Bronzestatue, die anlässlich des 500-jährigen Bestehens von Funchal aufgestellt worden ist. Heute haben wir den bisher besten der gekauften Weine verkostet. Bevor es ins Bett geht, wird noch etwas für die morgen geplante Wanderung eingekauft. Gegen 23.00 Uhr ist der Supermarkt noch ordentlich gefüllt und auch die Einheimischen schwitzen.

 

06.10.2011: In Kairo wird am 06.10.1981 Ägyptens Staatschef Sadat von Fanatikern ermordet

 

Es hat heute Nacht wieder nicht abgekühlt. Nach dem Frühstück, bei dem uns die Sonne bereits wieder kräftig eingeheizt hat, fahren wir mit dem Bus nach Monte, wo wir die Kirche kurz besichtigen. Danach gehen wir am Tropischen Garten entlang zur Seilbahn, wo wir den Einstieg zumindest etwas verpassen. Es geht entlang der Levada über schmalen Pfaden hoch über Schwindel erregenden Höhen. Mit langsamen, bedachten Schritten und immer wieder kurzen Pausen dazwischen arbeiten wir uns an dem absturzgefährdeten Wegstück voran. Danach geht es immer der Levada entlang auf guten ungefährlichen Wegen. Durch einen Tunnel kommen wir auf Umwegen zu unserer Trinkpause in Camacha. Mit dem Bus geht es langsam nach Funchal. Etwas geschafft, aber glücklich über die vollbrachte Wanderleistung. Jetzt können wir uns das Abendessen schmecken lassen. Bei wilden Showtänzen klingt der Abend in der Bar aus.

 

07.10.2011: In Ost-Berlin wird die Deutsche Demokratische Republik gegründet

 

Heute ist die berühmte Markthalle in Funchal unser Ziel. Im Markt herrscht dichtes Gedränge und zudringliches Verkaufspersonal, das einem ständig irgendeine unbekannte Frucht zum Probieren andrehen will. Alles ist voller Früchte, Gemüse, Gewürze und stinkender Fische. Das Top-Ziel jedoch ist für die Damen die heutige Shopping-Tour. Ausbeute: ein einziges Kleid für den nächsten Fasching, immerhin. Zwei werden beim Umtrunk vergessen, letztendlich treffen wir uns alle aber wieder am Pool zum Abkühlen. Irgendwie hat die Hitze wieder das Tagesprogramm bestimmt. Der Spaziergang zum nächsten Fischerdorf soll verschoben werden. Nach dem Abendessen kommt es zu einer zähen Diskussion, wie der morgige Tag ausgestaltet werden soll. Das kleine Fischerdorf im Westen nimmt allmählich eine Favoritenstellung ein. Nach zähem Ringen fällt die Entscheidung auf eine Wanderung durch das Tal der Nonnen. Ein geistig anstrengender Abend neigt sich dem Ende zu. Solche Tage sind nur mit dem Genuss von genügend Ponchas, dem Nationalgetränk Madeiras, zu ertragen. Die Poncha ist eine fruchtige Mischung aus dem Besten was Madeira zu bieten hat. Beim Poncha werden Zuckerrohrschnaps mit Honig gesüßt und mit Zitronen- und Orangensaft verfeinert, fertig ist die Poncha. Was werden die nächsten Tage bringen?

 

08.10.2011: Otto von Bismarck wird am 08.10.1862 zum preußischen Außenminister berufen

 

In der morgendlichen frischen Nacht schleicht sich ein Kreuzfahrtschiff am Hotel in Richtung Hafen vorbei. Hektisches Frühstück, schließlich geht es auf eine stundenlang geplante Tour. Die Unruhe steigt, da sich 2 von der Gruppe einfach nicht zum Frühstück blicken lassen. Im Bus in die City sind wir dann alle wieder vereint. Die Zeit, bis uns der nächste Bus nach Curral das Freiras bringt, wird dazu genutzt, ein Infogespräch über Wal- und Delfinbeobachtung zu führen, was letztendlich am Nachmittag zu einer Buchung geführt hat. Der Bus bringt uns mit einer enormen Geschwindigkeit den Serpentinen hoch, immer den steil abfallenden Abgrund vor Augen. Den Busfahrer imponiert das jedoch nicht. Hauptsache das Gaspedal lässt sich durchtreten und die Bremsen lassen niemanden im Stich. Durchgerüttelt und etwas blass um die Nase erreichen wir unser 633 m hoch gelegenes Fahrtziel: Curral das Freiras. Von dort aus geht es zu Fuß zum Eira do Serrado (1095 m). Steil bergan schwitzen wir uns unserem Ziel entgegen. Immer wieder müssen wir Pausen einlegen und können so die imposanten uns den Atem raubenden Ausblicke genießen. Vor unseren Augen leuchtet eine großartige Bergwelt, die von der Sonne erleuchtet und ins rechte Licht gerückt wird. Endlich oben und schweiß-gebadet. Dafür werden wir oben mit einer gemütlichen Einkehr belohnt. Noch ein kurzer Aufstieg und man hat einen Überblick über die gesamte uns umgebende Bergwelt. Kleine Unstimmigkeiten bei der Abholzeit des Busses sorgen für Unruhe unter uns. Doch nach etwas Geduld, wie das immer so ist im Leben, erscheint ein Bus … mit einer Frau am Steuer. Vielleicht ist die Sie einen Tick aggressiver beim Fahren, aber sonst ist die Busfahrerin ebenbürtig, was das Fahrttempo ihrer männlichen Kollegen anbelangt. Mit klingelnden Ohren nach dem scheppernden Getöse des Busses kommen wir heil in Funchal an. Wieder soll es den öden Weg zum Hotel zu Fuß zurückgehen. Wieder sind wir total verschwitzt, weil die Sonne hier unten wesentlich heißer brennt. Endlich die rettende Erfrischung im Hotelpool! Die ersten springenden „Delfine" werden wohl in der eigenen Fantasie vom Pool aus im Meer gesichtet. Wenn das mal nicht nur Wellen sind? Nach dem Abendessen gehen die Damen gegen 21.00 Uhr einkaufen, während die Männer eine Runde Poolbillard spielen.

 

09.10.2011: Österreichische und Russische Truppen dringen am 09.10.1760 in Berlin ein und

brandschatzen die Stadt.

 

Ein graues Wolkenband, das den Himmel vom Meer trennt, umschließt die Insel. Keine Frage: es hat tatsächlich etwas abgekühlt. Es sieht zwar nach Regen aus, es wird aber nicht regnen, da die Wolken aufs Meer hinausgedrückt werden. Wieder um die 30 Grad Celsius, eben wie jeden Tag. Unser heutiges Ziel: Baden am Strand des nächst gelegenen Fischerdorfs Camara de Lobos. Vor dem Hotel finden sich von Slipper bis Bergschuhe alle Schuhvariationen je nach den eigenen Vorstellungen betreffs des Tagesprogramms ein. Hinter jeder Biegung und Bucht werden schöne Ausblicke frei. Sogar Spanferkel liegen zum Bräunen am Strand herum. Das Fischerdorf selbst liegt malerisch an einer Bucht, bunte Fischerboote, an denen Fischhäute zum Trocknen aufgehängt sind, empfangen uns. Wir erkunden den Ort, die Kirche und die örtliche Gastronomie, bevor wir uns ohne zu baden wieder auf den Heimweg machen. Einige sausen im Urlaubslaufschritt zurück, um verschwitzt möglichst schnell den Hotelpool mit Fettaugen zu verunreinigen. Nicht nur das kühle Wasser, sondern auch der Wind bringt wohlverdiente Abkühlung. Der Wind wird immer stärker und vertreibt uns letztendlich vom Pool. Nach dem Essen verabschieden sich einige müde Krieger, während andere sich noch in der Bar unterhalten und den dem Unterhaltungsduo lauschen. Es kursieren Geschichten von einer Küchenschabe.

 

10.10.2011: Italien annektiert am 1920 auf der Basis des Vertrages von Saint-Germain Südtirol.

 

Die erste Nacht ist vorüber, in der man sich mit einem dünnen Bettlaken zudecken konnte, ohne gleich wieder Schweiß zu lassen. In aller Frühe zieht ein beleuchtetes Fischerboot in der Nacht am Hotel vorbei. Der größte Teil der Gruppe begibt sich nach dem Frühstück auf Delfin- und Walbeobachtung auf einen Katamaran. Hoffentlich haben alle nicht allzu fett gefrühstückt? Pläne für die nächsten Tage werden am Hotelpool geschmiedet. Leider haben unsere Seefahrer weder Delfine noch Wale gesehen, aber es gibt vom Veranstalter eine 2. kostenlose Chance. Gemeinsam lassen wir uns in einer Eisdiele nieder und genießen Wasser, Kaffee, Cappuccino und selbstverständlich Eis. Dann zieht es wieder einige regelrecht ans Hotelpool, andere erkunden noch etwas die Stadt Funchal. Dabei stolpern sie über das Franziskanerinnenkloster Convento de Santa Clara aus dem 16. Jahrhundert und die Burganlage Forteleza do Pico mit herrlichem Blick über Funchal. Danach versackt die Erkundungsgruppe in der ältesten Madeira-Weinkellerei bei einer Weinprobe von 15 verschiedenen Madeira-Weinen. Gottlob müssen wir nicht zu Fuß nach Hause laufen. Kaum zu glauben, aber die gesamte Gruppe trifft sich im Hotel zufällig im 8. Stock im Bereich des Aufzugs! Nach dem Abendessen geht es in die Bar zu den Standarttanzorgien und zur Besprechung der nächsten Wanderungen. Bereits jetzt schon müde wegen der zu erwartenden Wanderstrecken legen sich alle nieder.

 

11.10.2011: Uwe Barschel wird am 11.10.1987 in einem Hotelzimmer in Genf tot aufgefunden

 

Während 2 noch einmal auf Walfang gehen, begibt sich der Rest nach dem Frühstück mit dem Bus nach Aguas Mansas. Wir erleben eine sehr schöne Wanderung durch Eukalyptos- und Eichenwälder, eben wie es der Wanderführer beschreibt: wir erleben einen Märchenwald. Beeindrucken auf unserem heuteigen Weg sind die übergroßen, blauen Hortensien, die einfach so im Wald wachsen. Dazwischen ist uns aber auch eine Ratte zwischen die Beine getorkelt. Es geht praktisch immer an der zu Beginn immer trockenen Levada da Serra do Faial eben entlang. Erst zur Brotzeitpause füllt sich die Levada endlich mit Wasser. Kurz vor dem Ende unserer heutigen Wanderung haben wir noch einen Blick auf den höchsten Berg der Insel. Nach etwa 14 km erreichen wir unser heutiges Ziel Portela, wo wir eine schöne Gaststätte finden und uns unter anderem mit Poncha erfrischen. Diese Poncha hat es in sich: Eine Wespe stürzt ins Glas und bekommt wohl zuviel Poncha ab. Als wir sie behutsam aus der Poncha auf den Tisch setzen, schafft sie gerade noch einen halben Kreis um das Ponchaglas. Dann legt sie sich auf den Rücken, strampelt noch etwas mit den Füßen, neigt den Kopf und verendet. Hoffentlich geht es uns nicht genauso. Mit dem Bus, der von einem vernünftigen Fahrer chauffiert wird, geht es zurück über Machico und Santa Cruz nach Funchal. Begleitet werden wir dabei von einem recht übel riechenden und betrunkenen „Stadtführer", den natürlich niemand von uns versteht. Die Waljäger haben wieder keine Wale und keine Delfine gesehen, dafür sind sie heute mit dem Katamaran unter Segel auf voller Fahrt gewesen. Nach dem Essen besuchen wir in der Bar die Folkloreveranstaltung und sitzen noch etwas gemütlich zusammen.

 

12.10.2011: Der Deutsche Gewerkschaftsbund wird am 11.10.1949 in München gegründet

 

Walfänger, Personen mit Gehproblemen und Busgeschädigte bleiben im Hotel zurück und ruhen sich bei Schachspiel und Sonnen am Pool aus. Die anderen fahren zur Ostspitze Madeiras, zum Ponto de Sao Laurenco. Raubtierfütterung mit Orangen und Bananen: Eidechsen fallen über uns her. Wir genießen faszinierende Ausblicke über aus dem Meer hervorragende Felsenwände. Mit dem Bus geht es zurück zu unserer heutigen Zwischenstation, nach Santa Cruz. Wir schlendern über die Strandpromenade und durch den Ort, bevor wir uns in einer Bar eine Stärkung gönnen. Die Männer werden von den Frauen einfach zurückgelassen. Diese kehren einfach mit dem Bus ins Hotel zurück. Die beiden Zurückgelassenen laben sich noch am Poncha. Bei der Rückfahrt treffen sie den stinkenden „Stadtführer" auch wieder. Jetzt aber schnell zurück ins Hotel.

Nach dem Abendessen begeben wir uns nach Funchal, um das Nachtleben der Stadt kennen zu lernen. Aber leider gibt es das nicht. Die Stadt ist recht leer, also begeben wir uns in das Hafengebiet, wo ein Alleinunterhalter zappelnd aufspielt. Der Höhepunkt des Abends: ein vorbeikommender Pfeifenheini. Gegen Mitternacht kehren wir mit dem Bus zurück und gehen zu Bett.

 

 

13.10.2011: Die CSU wird in Würzburg 1945 gegründet und in Dresden wird 1916 eine Katzensteuer eingeführt

 

Nur noch 4 gehen nach dem Frühstück mit dem Taxi nach Prazeres auf Wandertour entlang der Levada Calheta, die durch ihren Blütenreichtum besticht. Vorbei an Kiefern- und Eukalyptoswäldern zeigt sich die Levada mit hohem Wasserstand von ihrer besten Seite. Es ist ein zum Teil anspruchsvoller, aber meist gesicherter Weg hoch oben über ein stark eingeschnittenes Tal, der immer wieder einmal Blicke in Schwindel erregende Tiefen freigibt. Die gekaufte Wanderkarte stimmt mit den Wegen und Strassen nicht überein. Der Wanderführer ist wesentlich deutlicher beschrieben als die Wanderkarte uns führen könnte. In Calheta rauscht Susanna, unsere Führerin der 1. Wanderung, mit einer Gruppe im Kleinbus vorbei. Die 20 Minuten vor Abfahrt unseres Busses nutzen wir, um unseren Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Die Rückfahrt mit dem Bus dauert über 2 Stunden. Es werden allerdings bei dieser Fahrt immer wieder atemberaubende Blicke in die steil abfallende Tiefe frei. Der Bus nimmt jede nur erdenkliche Kurve und Steigung in Richtung Funchal mit. Es ist wie Passfahren in den Alpen, nur etwas enger und schneller. Funchal ist von weitem schon sichtbar, aber wir kommen einfach nicht an. Bei einer solchen Fahrt kann sich schon einmal ein Schuss Heimaterde in der Hose verirren. Ob uns das Abendessen heute schmeckt?

Der andere Teil der Gruppe erkundet nochmals Funchal und sonnt sich am Strand bzw. Pool. Der Abend klingt bei einer erotisch anmutenden Broadway-Show aus.

 

14.10.2011: In Ägypten wird Husni Mubarak am 14.10.1981 zum Staatspräsidenten gewählt

 

Heute geht es in den Norden Madeiras, während für die anderen Funchal und die Poolregion noch einmal das Ziel ist. Von Funchal aus geht es gemütlich mit dem Taxi nach Sao Vicente. Die Fahrt durch das Tal selbst aber führt durch felsige Gebirgslandschaft, wobei unsere bergigen Wegbegleiter sich bis auf ca. 1000 m auftürmen. In Sao Vicente besichtigen wir eine Höhle und erfahren etwas über die vulkanische Entstehung von Madeira. Entlang der senkrecht abfallenden Nordküste und vorbei an etlichen Wasserfällen erreichen wir Seixal, das von immergrünen Bergen eingerahmt ist. Eine Trinkpause beschert uns Knabberschälchen mit Wohlgerüchen. Dies ist wohl der Grund dafür, dass der Taxifahrer schneller den Rückweg bewältigt als den Hinweg. Nach dem Abendessen versuchen wir unsere beiden letzten Weinflaschen im Spielzimmer zu leeren, die Luft ist aber zu stickig und zu heiß. Daher begeben wir uns vor das Hotel nach Draußen, um den letzten Rotwein in gemütlicher Runde abzuschmecken. Dabei werfen wir einen Blick zurück auf unsere gemeinsam verbrachten Tage und schmieden bereits neue Reise- und Wanderpläne. Gegen Mitternacht verabschieden wir den letzten Reisetag.

 

15.10.2011: Konrad Adenauer tritt als Bundeskanzler am 15.10.1963 zurück

 

Zum Abschluss des letzten gemeinsamen Frühstücks gönnen wir uns alle gemeinsam ein Gläschen Sekt, den es übrigens täglich zum Frühstück gab, zum Abschied auf schöne 15 Tage. Nach dem Packen der Koffer versammeln wir uns an der Poolbar, um die Wartezeit bis zur Abholung zum Flughafen zu überbrücken. Am Flughafen machen wir noch einmal richtig Brotzeit und schwemmen uns mit Wasser auf, um die Flüssigkeiten vor dem Boarding wegzubekommen. Wir erfahren, dass für Airberlin uns eine andere Airline nach Deutschland fliegt. Der italienische Kasten sieht nicht gerade vertrauenserweckend aus. Dafür ist der Service um einiges besser. Jedenfalls kommen wir gut in München an. Es gibt zwar noch etwas Probleme, bis wir mit unserem Mietwagen aus der Tiefgarage kommen und wir die richtige Autobahn finden, aber dann läuft alles reibungslos bis nach Hause.

 

Thomas Abendroth

 

 

Rock step, cha cha cha

Vom 7. bis
9.10. da war
der Line-Dancer 2 Ihr Tanzseminar.
Nach Burg
Rothenfels gings zum Tanzen,
zum Wackeln der Hüften und der Ranzen.
Freitag Nachmittag gings los mit unseren Runden,
einer jedoch hat erst ganz spät zu uns gefunden.
Wir stellen uns in Reihen auf,
das Unglück nimmt dann seinen Lauf.
Die Reihen sind ganz fürchterlich
und überhaupt nicht ordentlich.
Sandy macht dann einen kurzen Schrei
und die Unordnung ist sogleich vorbei.
Geübt wird dann von früh bis spät,
wiederholt, bis nix nei´n Kopf mehr geht.
Spät abends lassen wir das Tanzen sein,
dafür gibt es dann den roten Wein.
Samstag früh geht es wieder weiter
gut gefrühstückt tanzt man nun recht heiter.
Neuer Tanz, manchen verlässt der Mut
aber Sandy erklärt es wieder gut.
In der Pause gibt es Witze zum Lachen
über Neger, Gummihex und andre Sachen.
Nachmittag kann mer machen was mer will,
die Einen tun tanzen, die andern tun chill.
Die Burg, eine tolle Kulisse,
ein Eichhörnchen, das sammelt Nüsse.
Leider am Sonntag Mittag das Ende war,
wir sehen uns auf der Burg im Nächsten Jahr.

Franz-Dieter Wolf

 

Teilnahme am Umzug der Etwashäuser Kirchweih am 16.10.2011

Tausende Zuschauer sind wieder zum Kirchweihumzug bei strahlendem Herbstwetter nach Etwashausen gekommen. Selbstverständlich war auch von unserem Verein wieder eine stattliche Anzahl der beiden Abteilungen Volkstanz und Country mit dabei. Für weitere Farbtupfer sorgten wieder die bunt geschmückten verschiedenen Wagen. Das Hauptthema war natürlich der Nachklang auf die Gartenschau sowie das 100-jährige Bestehen der beiden Vereine TV Etwashausen und Bayern Kitzingen. Nach dem Umzug trafen sich noch einige im Cafe Harmonie, um sich gemeinsam vom Stopp and Go durch Etwashausen zu erholen.

Thomas Abendroth

 

24. Fränkisches Tanzfest am 22.10.2011 in der Sickerhalle „Ein voller Erfolg"

Am Samstag, den 23.10.11, lud unser Verein alle Interessierten ein, wieder einem Tanzabend gemeinsam zu feiern. Im gewohnten Ambiente unserer bewährten Sickerhalle kam eine schier unglaubliche Zahl von tanzbegeisterten Aktiven an diesem Abend zusammen.

Es waren über 100 Besucher gekommen, die einen wunderbaren Abend erleben wollten. Allein 39 Besucher kamen extra aus Riedberg mit einem eigens gemieteten Bus unter der Leitung von Frau Dr. Heidi Christ. Sie leitete an diesem Wochenende ein Tanzseminar der Forschungsstelle für fränkischen Volkstanz.

Dank unseres Tanzmeisterpaares Dieter und Rosalinde lernten wir viele neue Tänze, zum Beispiel die Sternpolka und den Bernhardwalzer. Musikalisch gestalteten diesen unvergesslichen Abend die Straßenmusikanten mit ihrem schwungvollen Repertoire. Für alles viel zu schnell rückte der Zeiger der Uhr in Richtung Mitternacht. Das hieß, dass dieser schöne Abend leider viel zu schnell verging und wir uns wie üblich mit dem Schlusslied verabschieden mussten.

Ein ganz besonderer Dank gilt allen Helfern, die an diesem Tag am frühen Morgen den Saal liebevoll schmückten, die Küche für den Abend vorbereiteten und allen die am späten Abend auch noch alles aufräumten.

Unsere ganz neuen Servicekräfte meisterten kleine Anfangsschwierigkeiten und boten an diesem Abend ein super Bild. Auch die Küche in fast neuer Besetzung punktete auf der ganzen Linie. Da fast alle Aktiven bis zum bitteren Ende blieben, konnten wir binnen einer Stunde die Halle sauber und ordentlich verlassen.

An alle Beteiligten ein ganz herzliches „DANKE" für diesen gelungenen Abend.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen an unserer traditionellen Weihnachtsfeier an 10.12.2011 um 19 Uhr 30.

 

Euer Udo

60. Wiegenfest unseres ersten Vorsitzenden

Still und heimlich feierte unser Reinhard am 24.10.2011 seinen 60. Geburtstag. Er hatte sich zu seinem „Runden" nach Sharm el Sheik in Ägypten aufgemacht, um sich zu erholen und dem Geburtstagstrubel etwas zu entgehen. Dennoch wollen wir ihm an dieser Stelle nochmals nachträglich alles erdenklich Gute zum Geburtstag wünschen und hoffen, dass er Stück für Stück wieder zu guter Gesundheit kommt. Dann feiern wir den 70. bestimmt wieder zusammen.

 

Thomas Abendroth

 

Teilnahme am Kitzinger Weinherbst am 29.10.2011

Mit dem Umzug vom Falterturm zum Markt wurde unter der bereits traditionellen Teilnahme unserer Volkstanzabteilung die Tourismussaison 2011 offiziell für beendet erklärt. Beim Kitzinger Weinherbst waren diese Mal auffallend viele Verkaufsstände in der Fußgängerzone aufgestellt, wodurch für das leibliche Wohl gesorgt war. Die Trachtler ließen den Kitzinger Weinherbst bei Kaffee und Kuchen ausklingen.

Thomas Abendroth

 

 

Liebe Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins,

 

zu unserer diesjährigen vorweihnachtlichen Feier möchte die Vorstandschaft Euch alle ganz herzlich einladen. Unsere vorweihnachtliche Feier wird am

 

10.12.2011 um 19.30 Uhr

 

in der Festhalle in Sickershausen stattfinden. Auch in diesem Jahr wollen wir wieder ein abwechslungsreiches Programm mit den Aktiven aus dem Verein heraus für unsere Gäste, die der Einladung gefolgt sind, gestalten.

Mit dieser vorweihnachtlichen Feier klingt unser Vereinsjahr aus. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn als Zeichen der Gemeinschaft und der Anerkennung für die in diesem Jahr geleistete Vereinsarbeit recht viele Mitglieder dieser Einladung folgen. Die Weihnachtsfeier ist eine gute Möglichkeit, auch die passiven Mitglieder in das Vereinsleben zu integrieren. Also kommt bitte recht zahlreich!

 

Thomas Abendroth

Liebe Mitglieder,

die Zeit vergeht wie im Fluge, wo ist denn schon wieder das Jahr geblieben. Es sind jetzt schon wieder nur noch ein paar Wochen und dann steht Weihnachten wieder vor der Tür und für die Aktiven der Fränkischen Volkstanzgruppe neigt sich wieder einmal ein lebendiges und ereignisreiches Jahr dem Ende zu.

Wie jedes Jahr möchte ich mich als Vorstand im letzten „Botengänger" des Jahres bei all den zuverlässigen Aktiven bedanken, die dieses Jahr bei den vielen Auftritten, Umzügen und Veranstaltungen mitgewirkt und auch die Proben fleißig besucht haben.

Ganz arg möchte ich mich auch bei meinen Vorstandskollegen bedanken, die immer unermüdlich im Einsatz für den Verein sind. Auch nach über 20 Jahren als Vorstand ist für mich Gemeinschaft und Freundschaft immer noch das Wichtigste. G e m e i n s a m können wir noch so vieles bewegen und all die Ziele erreichen, die wir uns setzen und ich glaube fest daran, wir werden es schaffen.

 

Ich wünsche Euch und Eueren Familien vorab ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes, friedliches und erfolgreiches Jahr 2012.

Euer Reinhard

 

 

Wünsche für das Jahr 2012

 

Dass jede Gabe, die Gott Dir schenkt, mit Dir wachse,
und Dir dazu diene, denen Freude zu schenken, die Dich mögen.
Dass Du immer einen Freund hast, der es wert ist, so zu heißen,
dem Du vertrauen kannst, der Dir hilft, wenn Du traurig bist,
der mit Dir gemeinsam den Stürmen des Alltags trotzt.
Und noch etwas wünsche ich Dir:
Dass Du in jeder Stunde der Freude
und des Schmerzes die Nähe Gottes spürst –
das ist mein Wunsch für Dich, und für alle, die Dich mögen.
Das ist mein Wunsch für Dich – heute und alle Tage.

 

Irischer Segenswunsch